Wartung der Bremsscheibe Ihres Autos: Sorgen Sie dafür, dass Ihre Bremsen reaktionsschnell und sicher bleiben
Die Bremsscheiben Ihres Autos arbeiten Hand in Hand mit den Bremsbelägen, um Ihr Fahrzeug zu stoppen. Jedes Mal, wenn Sie das Bremspedal betätigen, drücken die Beläge auf die Scheiben und erzeugen Reibung, die die Räder verlangsamt. Mit der Zeit verschleißen, verziehen oder verschmutzen die Scheiben, was zu verminderter Bremsleistung, Quietschgeräuschen oder sogar Vibrationen führt. Die richtige Wartung kann ihre Lebensdauer verlängern und Ihre Bremsen sicher halten. Hier erfahren Sie, was Sie wissen müssen.
Achten Sie zunächst auf Anzeichen für abgenutzte oder beschädigte Bremsscheiben. Typische Warnsignale sind: ein vibrierendes Bremspedal (insbesondere beim Bremsen bei hohen Geschwindigkeiten – das bedeutet, dass die Bremsscheiben verzogen sind), ein hohes Quietschen oder Schleifgeräusch beim Bremsen (Schleifen bedeutet oft, dass die Bremsbeläge völlig abgenutzt sind und Metall auf Metall reibt, wodurch die Bremsscheiben beschädigt werden) oder eine verringerte Bremskraft (Sie müssen das Pedal stärker durchtreten, um anzuhalten). Wenn Sie eines dieser Anzeichen bemerken, überprüfen Sie Ihre Bremsscheiben sofort.
Überprüfen Sie die Rotoren regelmäßig. Sie können die Rotoren durch die Zwischenräume zwischen den Radspeichen überprüfen (drehen Sie das Rad, um eine klare Sicht zu erhalten). Achten Sie auf:
- Dicke: Für Rotoren ist eine Mindestdicke angegeben (auf dem Rotor aufgedruckt oder in der Bedienungsanleitung). Ist der Rotor dünner als angegeben, muss er ausgetauscht werden, da dünnere Rotoren überhitzen und reißen können.
- Verformung: Ein verzogener Rotor weist unebene Oberflächen auf. Sie können leichte Verformungen feststellen, indem Sie mit dem Finger leicht über den Rotor fahren (stellen Sie sicher, dass das Auto ausgeschaltet und der Rotor abgekühlt ist). Er sollte sich glatt und nicht holprig anfühlen.
- Rillen oder Riefen: Leichte Rillen sind durch Belagverschleiß normal, aber tiefe Riefen (mehr als 1 mm tief) bedeuten, dass die Rotoren erneuert oder ersetzt werden müssen.
- Rost: Oberflächenrost (hellorange Verfärbung) tritt häufig auf, wenn das Auto einige Tage steht. Dieser verschwindet normalerweise nach einigen Bremsvorgängen. Starker Rost (der die gesamte Bremsscheibe bedeckt) kann das Metall schwächen und Bremsprobleme verursachen.
Reinigen Sie die Bremsscheiben beim Bremsbelagwechsel. Beim Bremsbelagwechsel können sich Rückstände der alten Beläge (wie Bremsstaub oder Metallspäne) auf den Bremsscheiben befinden. Reinigen Sie sie mit Bremsenreiniger (einem Spray, das Fett und Schmutz von Bremskomponenten entfernt) – verwenden Sie niemals Wasser oder Seife, da diese einen Film hinterlassen können, der die Reibung verringert. Sprühen Sie den Reiniger auf die Bremsscheiben, lassen Sie ihn eine Minute einwirken und wischen Sie sie anschließend mit einem sauberen Lappen trocken. So stellen Sie sicher, dass die neuen Beläge ordnungsgemäß an den Bremsscheiben anliegen.
Vermeiden Sie Gewohnheiten, die Rotoren beschädigen. So verlängern Sie die Lebensdauer des Rotors:
- Vermeiden Sie starkes, plötzliches Bremsen (sofern nicht unbedingt erforderlich) – dies führt zu übermäßiger Hitze, die die Rotoren verformt.
- Fahren Sie nicht mit abgenutzten Bremsbelägen. Abgenutzte Beläge legen Metall frei, das die Rotoren zerkratzt und beschädigt.
- Vermeiden Sie das Bremsen bei Fahrten durch tiefes Wasser. Wasser kühlt die Bremsscheiben schnell ab und kann zu Verformungen führen. Falls Sie dennoch durch tiefes Wasser fahren, bremsen Sie die Bremsscheiben einige Male leicht, um sie zu trocknen.
- Lassen Sie das Auto nicht über längere Zeit mit angezogener Handbremse stehen (insbesondere bei Nässe). Dies kann dazu führen, dass die Bremsbeläge an den Rotoren kleben bleiben und Spuren hinterlassen.
Erneuern oder ersetzen Sie die Rotoren nach Bedarf. Leichte Verformungen oder leichte Riefen können durch Erneuern (auch „Drehen“ genannt) behoben werden. Dabei schleift eine Maschine die Rotoroberfläche glatt und eben. Durch das Erneuern wird jedoch die Dicke des Rotors reduziert, sodass es nur einige Male durchgeführt werden kann (bis die Mindestdicke erreicht ist). Wenn die Rotoren zu dünn, tief eingekerbt oder gerissen sind, müssen sie ersetzt werden. Fahren Sie niemals mit beschädigten Rotoren, da diese plötzlich ausfallen können.
Durch die Wartung Ihrer Bremsscheiben stellen Sie sicher, dass Ihre Bremsen zuverlässig funktionieren und Sie und andere auf der Straße sicher sind.












