Die Passform eines Motorradhelms: Warum sie wichtig ist und wie man sie richtig hinbekommt
Ein Motorradhelm ist Ihr wichtigstes Sicherheitsteil – aber er funktioniert nur, wenn er richtig sitzt. Ein schlecht sitzender Helm kann sich bei einem Unfall verschieben, Lücken hinterlassen, die Ihren Kopf freigeben, oder sogar ganz wegfliegen. Er kann auch auf langen Fahrten unangenehm sein und zu Ablenkungen führen. So stellen Sie sicher, dass Ihr Helm perfekt sitzt.
Messen Sie zunächst Ihren Kopf. Legen Sie dazu ein weiches Maßband um Ihren Kopf, knapp über den Augenbrauen und Ohren – dies ist die breiteste Stelle Ihres Kopfes. Notieren Sie den Umfang in Zentimetern (die meisten Helmgrößen basieren auf Zentimetern). Ihre Ausgangsgröße finden Sie in der Größentabelle des Herstellers. Beachten Sie, dass die Größen je nach Marke variieren können. Verlassen Sie sich daher nicht allein auf „mittel“ oder „groß“.
Probieren Sie anschließend den Helm an. Beim ersten Aufsetzen sollte er eng anliegen, aber nicht drücken. Die Innenpolsterung sollte sanft an Stirn, Wangen und Kopfseiten anliegen. Es sollten keine großen Lücken vorhanden sein – wenn ein Finger zwischen Helm und Schläfe passt, ist er zu locker. Der Kinnriemen sollte sicher sitzen und genügend Platz für ein bis zwei Finger zwischen Riemen und Kinn lassen (nicht so eng, dass er einen einschnürt, aber nicht so locker, dass er verrutscht).
Testen Sie die Stabilität des Helms. Bewegen Sie Ihren Kopf hin und her und auf und ab. Der Helm sollte sich mit Ihrem Kopf bewegen und nicht verrutschen. Rutscht er nach vorne und bedeckt Ihre Augen oder nach hinten und gibt Ihre Stirn frei, sitzt er falsch. Überprüfen Sie auch das Sichtfeld – Sie sollten zur Seite klar sehen können, ohne den Kopf zu stark zu drehen.
Gewöhnen Sie sich an den Helm (vorsichtig). Neue Helme können sich anfangs eng anfühlen, aber die Polsterung wird im Laufe der ersten Fahrten etwas weicher. Wenn es jedoch direkt nach dem Auspacken schmerzt (z. B. auf einen Druckpunkt drückt), ist der Helm zu klein – gehen Sie nicht davon aus, dass er sich ausreichend „dehnt“. Ein zu großer Helm wird auch nach dem Einlaufen nie richtig passen.
Und schließlich: Ersetzen Sie Ihren Helm alle 5 Jahre (oder nach einem Unfall). Auch wenn er unbeschädigt aussieht, kann sich der Innenschaum mit der Zeit abnutzen und seine Fähigkeit, Stöße zu absorbieren, verringern. Achten Sie auf die Passform statt auf den Stil – Ihre Sicherheit hängt davon ab.












